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Abakan

Russland, Abakan
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"Abakan" (; chakassisch für "Bärenblut") ist eine russische Stadt in Sibirien mit 163.189 Einwohnern (Berechnung 2008). Sie ist die Hauptstadt der Republik Chakassien und liegt am Krasnojarsker Stausee, linksufrig an der Mündung des gleichnamigen Flusses Abakan in den Jenissei.

Geographie
Abakan liegt im Vorland des Sajangebirges auf 250 m über NN am Ufer des gleichnamigen Flusses, dort wo dieser in den Krasnojarsker Stausee am Jenissei mündet.
Es ist etwa 80 km von Schuschenskoje entfernt, dem ehemaligen Verbannungsort von Lenin. Die nächstgelegene Stadt ist Tschernogorsk 14 km nordwestlich von Abakan.

Geschichte
Die Steppenhügel der Kurgankultur und Felszeichnung im Chakassisch-Minussinsker Kessel bewahrten über Jahrhunderte viele Geheimnisse, die einzigartigen Spuren einer alten Zivilisation am Jenissei. Es wurde eine wahre Gemäldegalerie an Felszeichnungen unter freiem Himmel entdeckt. Die Zeichnungen auf den Steinen sind entweder mit Farbe aufgetragen oder eingemeißelt. Der große Salbyk-Hügel, der etwa 80 km von Abakan entfernt liegt, ist 2400 Jahre alt und war einst 30 m hoch. Die Steinplatten hier wurden von einem Dutzende Kilometer entfernten Steinbruch hergeschafft.

Abakan, neue Kirche
Historisch gesehen für die gesamte Region bedeutsam ist das in der benachbarten Republik Tuwa an der Grenze gelegene "Tal der Zaren" bei Turano-Ujukskaja (bei der Stadt Turan in der Nähe des Flusses Ujuk). Dort, südlich des Sajangebirges, fanden Archäologen aus Deutschland und Russland 2001 den seit etwa 2500 Jahren unberührten Grabhügel, genannt Arschan-2, eines skythischen Herrschers. Anlage und Reichtum des Hügelgrabes widerlegen die antiken Quellen die die Skythen nur als „wilde Horde“ schilderten. Mehrere weitere Funde ähnlicher Bedeutung kamen bei früheren und späteren Grabungen wieder ans Tageslicht.

Die Gründung der Stadt geht auf das 1675 an dieser Stelle errichtete Fort "Abakansk" (Абаканск) zurück. Um 1780 wurde daraus das Dorf "Ust-Abakanskoje" (Усть-Абаканское), das 1925 in "Chakassk" (Хакасск) umbenannt wurde. 1931 erhielt der Ort das Stadtrecht und seinen heutigen Namen "Abakan".

Von 1943 bis 1953 waren in der Umgebung verschiedene Gulag-Straflager eingerichtet. Sie dienten hauptsächlich dem Bergbau von Kohle und Gold, dem Bau eines erdölverarbeitenden Kombinates sowie der Holzgewinnung.

Einwohnerentwicklung



Wirtschaft und Verkehr
Lenindenkmal
Dank nahegelegener Eisenerz- und Steinkohlevorkommen gibt es in Abakan Eisenhüttenindustrie. Mit dem nahegelegenen Flughafen Abakan verfügt die Stadt auch über einen internationalen Verkehrsflughafen.

Weiterführende Bildungseinrichtungen
* Chakassische Staatliche N. F. Katanow-Universität
* Chakassisches Businessinstitut
* Chakassisches Technologisches Institut der Krasnojarsker Staatlichen Technischen Universität


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 17.12.2017 12:47 von den Wikipedia-Autoren.
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